Blaskapelle und Martinszug

Das Leben eines Blasmusikorchesters ist vielfältig und abwechslungsreich. Stets wird eine andere Art der Musik vom Veranstalter erwartet. Je nach Fest und Gelegenheit wird auch eine andere Musik gewünscht. Viele dörfliche Blaskapellen treten auch in den Nachbardörfern auf. Im Laufe des Jahres kommt es so zu diversen Karnevalsveranstaltungen, Schützenfesten, kirchlichen Prozessionen und anderen Festivitäten. Es schließt ab mit dem Advent und den Weihnachtskonzerten und erfährt einen Einschub zum Martinsfest. Ein Martinszug braucht die Unterstützung durch die Blasmusik. „Laterne, Laterne…“, „Ich geh mit meiner Laterne…“ und „Sankt Martin, Sankt Martin…“ singt sich einfach leichter mit der entsprechenden professionellen Unterstützung. Der Martinsumzug stellt wiederum völlig andere Voraussetzungen an eine Blasmusik als ein Schützenfest. Während die Schützenfeste in der Regel im Sommer stattfinden, müssen sich die Musiker im November mit den niedrigen Temperaturen abfinden. Da frieren schon mal die Finger ab und das kalte Metall ist nicht gerade angenehm am Mund. Außerdem müssen die Musiker in der Dunkelheit ihre Musik mehr oder weniger auswendig können. Zugleich müssen sie im Blick haben, dass sie auf das Tempo der Kinder achten, sowohl im Gehen, als auch im Musizieren.
Es wäre schade, wenn die Blasmusik aus dem kulturellen und sozialen Leben verschwinden würde. Ein großes Fest ohne die Art der Unterhaltung wäre nur halb so schön. Etwas Wesentliches würde fehlen. Mit Blasmusik wird das Fest erst richtig zum Fest.